Stolpersteine in Hameln – ein Erinnerungsprojekt des Künstlers Gunter Demnig

 

Verlegungen

26. November 2013
28. März 2014
29. Januar 2015
19. April 2016

„Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“, sagt Gunter Demnig. Um das zu verhindern, verlegt der Kölner Künstler Stolpersteine – Pflastersteine mit einer Messingoberfläche –
zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus.

 

Die kleinen Denkmale im Straßenraum erinnern an die Unterdrückung, Verfolgung, Vertreibung und Vernichtung von Angehörigen vieler Verfolgtengruppen:
Juden, Sinti und Roma, politisch Verfolgte, Deserteure, Homosexuelle, Menschen, die Opfer der sog. Euthanasie wurden und anderer.

Die zehn mal zehn Zentimeter großen Messingplatten auf einem Betonquader tragen eine Inschrift, die in der Regel mit „HIER WOHNTE“ beginnt. Es folgen der Name und die Verfolgtendaten des Opfers, an das der Stein erinnern soll.

Stolpersteine werden vor dem letzten frei gewählten Wohnort der Menschen im Fußweg verlegt und sollen die Passanten zu einem kurzen Innehalten und Gedenken an die Opfer anregen.

An über 800 Orten in Deutschland sowie rund 200 ausländischen Städten hat Gunter Demnig bereits Stolpersteine verlegt. Das Projekt hat sich mit mehr als 40.000 Steinen zum weltweit größten dezentralen Mahnmal entwickelt.

 

Am 26. Juni 2013 hat der Rat der Stadt Hameln beschlossen, sich an dem Erinnerungsprojekt „Stolpersteine“ zu beteiligen.

Wenn Sie, als Privatperson oder Initiative, einen Stolperstein für ein Opfer des Nationalsozialismus verlegen lassen möchten, wenden Sie sich bitte an den Verein für regionale Kultur- und Zeitgeschichte Hameln e.V. oder an das Stadtarchiv Hameln.

Sie oder andere Spender übernehmen die Herstellungs- und Verlegungskosten von 120,- Euro für einen Stein (Konto-Nr. s.u.).

Der Verein für regionale Kultur- und Zeitgeschichte Hameln e.V. führt die erforderlichen historischen Recherchen zu dem Schicksal des Menschen durch, der für einen Stolperstein vorgeschlagen wird und spricht den Text des Stolpersteins mit dem Künstler Gunter Demnig ab.

Die Verlegung eines Stolpersteins ist möglich, wenn kein Hinterbliebener sich dagegen ausspricht.

Das Stadtarchiv bereitet die erforderlichen verwaltungsrechtlichen Maßnahmen der Verlegung vor. Es informiert auch die Eigentümer, Nutzer und Bewohner der Häuser, vor denen Stolpersteine verlegt werden, über eine bevorstehende Verlegung.

Nach der Verlegung gehen die Stolpersteine in das Eigentum der Stadt Hameln über. Der Verein für regionale Kultur- und Zeitgeschichte Hameln e.V. übernimmt ihre Pflege.

Jede Verlegung von Stolpersteinen durch den Künstler Gunter Demnig wird in der Presse angekündigt. Initiatoren und Beteiligte werden zur Verlegung geladen.

 

Bisher sind 68 Stolpersteine im Hamelner Stadtgebiet verlegt (Stand April 2016). Ihre Lage zeigt die offizielle Stadtkarte Hameln: Seite und Adresse werden demnächst veröffentlicht …

und die Webseite der Dewezet:
https://www.google.com/maps/d/viewer?hl=de&authuser=0&mid=zhKZIWPZNmE8.kZpAkzgt8Rd8.

Über die Schicksale der Menschen, denen in Hameln Stolpersteine gewidmet sind, informiert die folgende Webseite des Vereins für regionale Kultur- und Zeitgeschichte (http://stolpersteine.geschichte-hameln.de).

 

Die Kosten von 120 Euro pro Stein werden durch private Spenden aufgebracht. Der Verein für regionale Kultur- und Zeitgeschichte Hameln e.V. freut sich über Spenden in jeder Höhe. Die Bankverbindung des Vereins lautet:

Konto-Nr.: 31003155 bei der Sparkasse Weserbergland (BLZ 25450110)
IBAN: DE56 254501100031003155
Stichwort „Stolpersteine“

 
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